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Ein Bahntunnel, der zum Wasserreservoir wurde. Tag 5 meiner Velotour

Aktualisiert: 4. Sept. 2023

Der zweite Tag im Wahlkreis Willisau war zum Glück weniger regnerisch als der gestrige. Die spannenden Begegnungen und das Entdecken von Sehenswürdigkeiten halten an!

Nach dem nassen ersten Tag im Wahlkreis Willisau ist es geradezu angenehm. Der zweite Tag führt mich von Vitznau über Luzern, Wolhusen, Willisau und Zell nach Altbüron, eine ordentliche Strecke, die mit dem E-Bike (und Pause) 2 1/2 Stunde in Anspruch nimmt.


Da ich doch etwas zu früh ankomme, lässt sich die Landschaft um Altbüron vom kleinen Hügel, auf welchem die St.-Antonius Kapelle steht, von mir perfekt überblicken. Kurz vor 9 Uhr 30 stehe ich beim Begegnungszentrum Linde. Kurz danach treffen Bewohnerinnen und Bewohner aus allen Richtungen mit Fahrrad und Auto ein. Was für eine schöne Überraschung, dass unter ihnen auch ein ehemaliger Patient auftaucht, den ich 2001 behandelt hatte.


Nach einer kurzen Begrüssung fahren wir gemeinsam zur Mehrzweckhalle Hiltbrunnen und besuchen die eingegliederte Hiltbrunnen-Stube; diese beherbergt einen erheblichen lokalgeschichtlichen Fundus aus mehreren Jahrhunderten, u.a. von Hans Rölli und Ferdinand Bernet.


Sepp Rölli, Präsident des Korporationsrats, hat eine Führung geplant und führt mich in die Geschichte von Altbüron ein.


Im Wassertunnel mit Josef Rölli, Faik Fetahi (Gemeinderat) und Alfred Wapf (Ortparteipräsident).

Der Eisenbahntunnel Altbüron ist ein Zeuge aus der Zeit um 1870, als viele private Bahnunternehmen grosse Projekte hegten, die sie an den Rand des Ruins brachten. Die Bahnlinie Langenthal-Altbüron-Wauwil wurde nie vollendet und der 200 m langen Eisenbahntunnel dient heute als einzigartiges Wasserreservoir mit 5'000 m3 qualitativ ausgezeichnetem Trinkwasser, dessen Quelle sich vermutlich im Grimselgebiet befindet.

Renata, die Ehefrau von Josef (2. von links) hat in der Zwischenzeit das Mittagessen in der Jagdhütte vorbereitet. Dazu gesellen sich die Gemeinderätin von Altbüron, Gisela Müller-Frischknecht (hinten rechts), Bruno Koffel, Präsident der FDP.Die Liberalen (mein Vis-à-Vis) und Barbara Fischer, Gemeindeschreiberin von Altbüron (vorne rechts). Josef zeigt seine Grillkunst. Danke für diese grosszügige Gastfreundschaft!


Mit Bruno Koffel haben wir entschieden, den Kaffee in Grossdietwil zu nehmen. Wer weiss, vielleicht wartet vor dem Spar jemand auf uns? In der Tat es empfängt uns eine sehr sympathische Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern und es entstehen lebhafte Gespräche zu allen möglichen Themen. Wie klein ist doch die Welt: Die Leiterin des Spar Maxi hat mich in der Vergangenheit als ehemalige Tavolago-Mitarbeiterin oft auf dem Dampfschiff Stadt Luzern freundlich bedient.


Fredy und Annemarie Zettel-Waldis sind nicht nur das ehemalige Wirtepaar des Gasthofs Löwen (einer Institution in Grossdietwil, da seit 1820 im Besitz der Familie Zettel). Annemarie, als gebürtige Vitznauerin, ist Tante von drei meiner besten Waldis-Freunde: Alex, der ehemalige Gemeindeammann, Erich, mein Kollege im Gemeinderat, und Martin, mein Alphornfreund und frischgewählter Kantonsrat.


Vor dem Abschied werden noch Bilder geschossen: hier mit beiden Gemeinderätinnen Sybille Wyss und Vanessa Hugelshofer.

Auf Wiedersehen Grossdietwil, es war eine heitere Runde!


Auf dem Weg nach Zell halte ich in Fischbach bei der Gemeindeverwaltung und treffe die designierte Gemeindepräsidentin Eliane Graber; sie empfängt mich sehr freundlich und steht Rede und Antwort zu meinen Fragen.


In wenigen Minuten erreiche ich dann das letzte Dorf meiner 2. Etappe, Zell. Ich habe im Altersheim Violino abgemacht. Hier hat der Parteipräsident Hans Erni mit der Geschäftsführerin Isabelle Merz etwas Grösseres vorbereitet. Es sind wohl etwa 80 Personen (Bewohnerinnen und Bewohner und einige Besucher), die auf mich warten.


Nach einem kurzen spontanen Referat stehe ich für Fragen zur Verfügung und geniesse dann mit Vertretern der Gemeinde, des Heimes und der Partei das liebevoll vorbereitete Z'vieri.


Ich kann bei der Führung durch das Violino selber feststellen, wie gut die Bewohnerinnen und Bewohner hier umsorgt und gepflegt werden. Gegen 18 Uhr verabschiede ich mit bei Frau Merz und radle nach Altishofen runter. Es findet heute Abend noch ein Wahl-Anlass bei der Firma Galliker statt.

Das erlaubt mir, die Batterie ein letztes Mal aufzuladen, um den Weg nach Vitznau mit "voller Pulle" zu bestreiten.

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