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Unser Spin-off "Swiss Cardio Technologies" konnte an den dänischen Konzern Abacus Medicine Group verkauft werden

Der dänische Konzern Abacus Medicine Group übernimmt Swiss Cardio Technologies; dieses Unternehmen wurde 2008 von einer Gruppe von Kardiologen und Herzchirurgen der Universität Bern und des Inselspitals gegründet, darunter Thierry Carrel und Hendrik Tevaearai.
Seine Hauptentwicklung ist Cardioplexol, eine Kardioplegielösung mit geringem Verabreichungsvolumen und schnellem Wirkungseintritt. Die patentgeschützte Lösung kann derzeit in der Schweiz und 10 EU-Ländern angeboten werden: Die Swissmedic-Zulassung erfolgte 2023, die CE-Bewilligung folgte 2024.
Abacus ist ein Pharma-Grosshandelsunternehmen aus Kopenhagen mit rund 1’500 Angestellten. Es ist spezialisiert auf Parallelimporte, aktiv in 35 Ländern und erzielt einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro.
Mit der Übernahme von Swiss Cardio Technologies wagt der dänische Konzern einen Kurswechsel: Es ist das erste Investment in eine eigene Pharma-Lösung. «Die Chancen für unsere beiden Organisationen sind bedeutend», sagt Flemming Wagner, CEO und Gründer von Abacus Medicine: «Diese erstmalige Akquisition eines pharmazeutischen Produkts ist eine strategische Ergänzung für das Geschäftsmodell unserer Gruppe und für unserer Wachstumspläne.»
Auch Thierry Carrel nimmt Stellung zum Verkauf von Swiss Cardio Technologies: «Wir sind tief verwurzelt in der Herzchirurgie und in der Forschung dazu. Unser Ziel war stets, Wissenschaft und Industrie zu verbinden. Heute haben wir exakt das erreicht. Mit der Abacus Medicine Group haben wir den richtigen und entschlossenen Partner gefunden, um das Wachstum dieses Geschäfts voranzutreiben.»
Nun will das Swiss-Cardio-Technologies-Team bald eine prospektive Studie in der Kinderherzchirurgie durchführen und Vorbereitungen treffen, um in den amerikanischen und den asiatischen Markt einzutreten.
Eine Revolution in der Herzklappenchirurgie
In Vilnius haben wir zwischen Dezember 2023 und Mai 2024 die erste mechanische Herzklappe bei 10 Patienten ohne Bedarf einer lebenslangen Blutverdünnung implantiert: diese Klappe könnte einen Riesenvorteil, insbesondere für jüngere Menschen, bedeuten.



Nach vielen Jahren Forschung und Entwicklung ist ein Durchbruch erzielt worden
Ende Oktober 2023 erfolgte in Vilnius die erste Reparatur einer Mitralklappe mit Einsatz von künstlichen Sehnenfäden (aus Gore-Tex) von der Leiste aus, komplett katheter-technisch gesteuert. Als Mit-Gründer von CoreMedic bin ich stolz auf diesen Erfolg.
