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Was würdest du gegen den Anstieg der KK-Prämien tun? Häufigste Frage am Tag 15 meiner Velotour.

Es ist fast schon winterlich kalt, als ich am Morgen in Richtung Seetal radle. Der Nebel ist zeitweise ganz dicht und reicht bis zum Boden. Eiskristalle bilden sich an meinem Pullover und die Brille beschlägt sich immer wieder - das sind neue Herausforderungen für Velofahrer im Herbst. Doch am Nachmittag scheint die Sonne - der Ausflug ins Seetal wird richtig angenehm. Es lockt die hausgemachte Glace von Römerswil.


Und plötzlich war der Nebel weg: Oben am Berg thront das Schloss Heidegg. Hitzkirch kann nicht mehr weit weg sein.


Abgemacht habe ich am Hiltiplatz; es wartet eine ganze Delegation der FDP, angeführt von Josef Wermelinger, Werner Amrein, Josef und Hildegard Lang und Herbert Spörri (von links nach rechts). Bei Kaffee und Gipfeli entstehen angeregte, fast schon emotionale Gespräche: Hauptthema heute: die gestern bekanntgegebene Erhöhung der Krankenkassenprämien. Und die häufigste Frage an mich: Wo würdest du ansetzen?

Die Herausforderungen: Unbegrenzter Fortschritt, unbeeinflussbare Demographie, hohe Anspruchshaltung der Bevölkerung, zunehmender Fachkräftemangel.

Die Forderungen: Zugang zu den notwendigen Leistungen für alle sichern, bessere Qualität belohnen, Transparenz verbessern, neue Modelle für die Grundversicherung anbieten.

Viele Lösungen liegen bereits auf dem Tisch, es bräuchte bloss den Willen zu deren Umsetzung: Mehr ambulante Behandlungen, reduzierte Prämien bei Bereitschaft zu mehrjährigen Verträgen, Generikapflicht und kleinste Packungen überall wo möglich und sinnvoll, Verknüpfung von Leistungen zu Qualität und Wirksamkeit, fallbezogene Beteiligung vor allem bei sogenannten nicht dringenden Notfällen.

Schliesslich Mut zu Neuem: die Kantone werden gezwungen, ihre Mehrfachrolle zu sistieren. Diskussionen finden nur statt, wenn alle Parteien, nämlich Leistungserbringer, Krankenkassen, Spitäler und die Kantone am gleichen Tisch sitzen. Ein Gesundheitsrat -wie auch schon vorgeschlagen- koordiniert die Diskussion und lenkt das Gremium zu Lösungen, die dann mit einem Terminkalender umgesetzt werden. Und beim "Konsumenten", den ich viel lieber als Patienten, Patientin bezeichnen möchte: mehr Eigenverantwortung - sich zweimal überlegen, ob man wirklich zum Arzt gehen muss.


Als ich Hitzkirch in Richtung "Huftere" verlasse, zünde ich eine Kerze in der St.Pankrazius- Kirche an, in der Hoffnung, dass sich der Knopf im Gesundheitswesen doch bald lösen möge.


Auf den Weg nach Hochdorf halte ich am ehemaligen Bahnhof Baldegg. Dort hat Michi Hägi vor einigen Jahren seine Agentur "Konkret" eröffnet. Michi ist mein Graphiker für die Wahlkampagne; er verantwortet vieles: Die Jasskarten, Plakate, Inserate, die Online-Werbung und meinen Flyer. Das ganze Team (von links mit Michi, Mara Eichenberger und Andy Portmann) hat Super-Arbeit geleistet. Michi Bilgerig fehlt auf dem Bild.


Zum Mittagessen treffe ich im Restaurant Spitz (angebaut an die Hofstetter-Villa) Reto Anderhub, Gemeinderat, Daniela Ammeter Bucher mit ihrem Mann Hans-Peter und Simon Leu, Vorstandsmitglied der FDP.


Zusammen mit Reto gehen wir zum 85'000 m2 grossen Südiareal, das die Gemeinde Hochdorf für 60 Mio Anfan g 2022 erworben hat. Hier soll ein attraktivese Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen mit durchmischten Begegnungsorten entstehen. Andere Dimensionen als unsere Ortsplanung in Vitznau und trotzdem gibt mir das wertvolle Hinweise darauf, wie moderne Quartiergestaltung aussehen kann. Wir verabschieden uns vor dem Rathaus.


Gleich neben dem Rathaus befindet sich die Mobiliar Agentur Seetal-Rontal. Ich grüsse beim Vorbeigehen den stellvertretenden Agenturleiter, Silvan Felber.


Auf den Weg nach Römerswil mache ich einen kurzen Halt bei 4B, dem national führenden und regional agierenden Unternehmen für intelligente Gebäudehüllen meines Kollegen und Vorstandsmitglieds des Luzerner Sinfonieorchesters, Mark Bachmann. Ich werde an der Réception von Frau Willmann "erkannt" und sehr herzlich begrüsst.

Dann folgt der steile Anstieg nach Römerswil.


Vor dem Gemeindehaus warten Hubert Bösch, Gemeinderat, und Gemeindeschreiber Fabian Kathriner. Auch Karin Stadlin aus Herlisberg, eine Berufskollegin, und Angestellte der Gemeindeverwaltung erweisen mir die Ehre. Heute war die Controllingkommission unter der Leitung von Monika Hegglin am Werk; die Stimmung ist "trotzdem" entspannt. Zum Zvieri werde ich mit einer Spezialität aus der Gemeinde verwöhnt: Ich darf Seetaler Glaces von Landwirt Josef Felber-Tonella versuchen, der hier seit 16 Jahren seine Seetaler Glaces herstellt.


Das Ziel vor den Augen: Ich fahre zurück nach Vitznau, am Fuss der Rigi, mit Halt in Greppen, wo der Seniorenrat heute Abend tagt. Auf dem Velo nehme ich die Landschaft ganz besonders wahr und vor allem lerne ich immer besser, Distanzen einzuschätzen. Alle 80 Gemeinden des Kantons Luzern per Velo anzusteuern, das habe ich mir im Voraus doch weniger anstrengend vorgestellt, als es ist!










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