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Höhepunkt am Tag 20 meiner Velotour in Luzern: Die spontane Begegnung mit einem kleinen Thierry.

Nach 19 Tagen durch die Gemeinden besuche ich heute die Kantonshauptstadt. Der Weg ist mir bestens bekannt, da ich sehr häufig von Vitznau via Küssnacht hierher fahre, um den Zug nach Lausanne, Basel oder Zürich zu nehmen. Ich habe mir heute vorgenommen, auf die Leute in der Stadt zuzugehen.


Von der Seebrücke sind in Richtung Urschweiz zwei der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Luzern zu sehen. Die Hofkirche St. Leodegar zum Hof am rechten Seeufer. Gerade vor drei Tagen, am 2. Oktober, wurde in der Stadt Luzern St. Leodegar als Schutzpatron gefeiert.


Auf der anderen Seeseite winkt das KKL den Stadtbesuchern. Morgens ist es noch ruhig am Europaplatz. Die Motorschiffe Winkelried und Europa warten auf die ersten Passagiere. Vor knapp einem Monat feierte das KKL das 25. Jubiläum, in Anwesenheit des Architekten Jean Nouvel. Seine Worte haben mir gefallen, als beim Festkonzert vier Paukisten das berühmte Stück von Aaron Copland "Fanfare for a common man" eröffneten: "Mon Dieu, des canons! Mais la maison tient en place!" ("Mein Gott, Kanonen! Aber das Haus hält!")


Das Verteilen von Jasskarten und Flyern am Hauptbahnhof ist eine spezielle Erfahrung: Viele Menschen springen auf ihren Zug und wollen keine Sekunde anhalten, andere sind mit ihren Kopfhörern in eine andere Welt versunken.

Dafür ist es in der Innenstadt viel gemütlicher. Hier ergeben sich schöne Gespräche mit Passantinnen und Passanten. Der Höhepunkt des Morgens an der Hertensteinstrasse ist der Besuch einer jungen Frau mit dem Kinderwagen. Sie möchte unbedingt ein Bild von mir... weil der Kleine im Kinderwagen Thierry heisst. Wie schön!


Mit einer Wählerin unterhalte ich mich über das Verschwinden der Hausärzte in der Stadt und die Schwierigkeit der älteren Bevölkerung auf der Suche nach einer Ersatzlösung. Einzelne Vorbeiziehende staunen nicht schlecht, als sie merken, dass neben dem Plakat der Abgebildete tatsächlich steht.


Eine andere Luzernerin spricht mich auf die Problematik des Tourismus und des steigenden Verkehrs im Stadtzentrum an. Sie will wissen, ob ich den Durchgangsbahnhof unterstütze, was ich ja mühelos zugeben kann. Das Projekt Durchgangsbahnhof ermöglicht Luzern eine neue Zufahrt für Züge aus Richtung Zug und Zürich direkt von Ebikon her, ohne Schlaufe nach Westen. Der Durchgangsbahnhof wird die heutige Zufahrt entlasten, die mit rund 700 Zügen pro Tag die Leistungsgrenze erreicht hat. Für den Bahnknoten Luzern ist der Ausbau zur Abfederung des Mobilitätswachstums dringend nötig.


Zum Mittagessen habe ich unsere Präsidentin und NR-Kandidatin Jacqueline Theiler (2. v.l.), den nominierten Stadtratskandidaten Marco Baumann (1. v.l.), sowie die Präsidentin der FDP Stadt Luzern, Marija Bucher-Djordjevic und Lukas Blaser (bereits wieder an die Arbeit) an den Stamm der Liberalen im Wilden Mann eingeladen.


Am Nachmittag stehe ich Menschen auf dem Theaterplatz Rede und Antwort. Mit einem ehemaligen Kollegen aus dem Universitätsspitals Zürich und späteren Chefarzt am LUKS unterhalte ich mich über den heutigen Stand des Arztberufes und über die Möglichkeiten, engagiertes und treues Pflegepersonal langfristig zu motivieren. Es gibt aber fast gezwungenermassen auch Gespräche über das geplante neue Theater, das noch für einigen Gesprächsstoff sorgen wird.


Ein spontanes Treffen mit dem Generalagenten der Mobiliar, Toni Lötscher, kann aufgrund von Terminschwierigkeiten nicht stattfinden; das ist aber kein schlimmes Problem, er lacht mir trotzdem entgegen, als ich mit meinem Velo hinter dem Bus in Richtung Verkehrshaus fahre. Ich stehe nachmittags an einigen belebten Standorten am Schwanenplatz, am Falkenplatz und am Löwenplatz.


Den Tag beende ich im Verkehrshaus der Schweiz und widme mich vor allem dem Thema Energie. Das Verkehrshaus setzt mit der Eröffnung des Neubaus «House of Energy» einen Schwerpunkt im Bereich Klimaneutralität und beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema Energie. Damit fördert es den wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Dialog und den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnisse in den Alltag. Gerade in diesem Bereich kann die Schweiz Wesentliches leisten: Dank dem starken Forschungsplatz müssen innovative Technologien in Sachen Klima und Energie hier vorangetrieben werden.




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