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Ein improvisiertes Alphorn-Ständli für die Älteren in Adligenswil: Höhepunkt am Tag 19

Aktualisiert: 7. Okt. 2023

Heute werde ich die letzten zwei Gemeinden im Rontal (Buchrain und Ebikon) besuchen und die "Zwillings-Gemeinden" Adligenswil und Udligenswil. Das ist fast ein Heimspiel.


In Buchrain treffe ich auf Armin Niederberger, Ortsparteipräsident, und Kaspar Lang, den langjährigen Gemeindeschreiber und Gemeindeammann von Bueri, 16 Jahre lang Kantonsrat und vor allem während 50 Jahren ununterbrochen Mitglied des FDP-Vorstands: ein absolutes liberales Urgestein. Kaspar erzählt mir von seinen Wanderjahren, u.a. in Weggis und von der Entwicklung von Buchrain, als das Dorf innert 10 Jahren immer wieder um 1000 Einwohner wuchs.


Nach Buchrain folgt Ebikon. Hier habe ich mit René Friedrich abgemacht. René ist ein waschechter Äbiker, der seit 54 Jahren hier ansässig ist. René ist Architekt und erzählt mir von seinem Alltag, den Renovationen von alten Häusern mit all den Auflagen in Sachen Denkmalschutz und vor allem den vielen Vorschriften zur Energieeffizienz.


Ja, Energie ist auch ein zunehmend häufig anzutreffendes Thema in den Luzerner Gemeinden. Auch Adligenswil ist diesbezüglich musterhaft und darf daher das Label Energiestadt tragen.


Im Pflegezentrum, auch Alters- und Gesundheitszentrum Riedbach genannt, geniesse ich das Mittagessen. Sozialvorsteher und Gemeindevizepräsident Ferdinand Huber hält eine kurze Tischrede zur Begrüssung. Er wird begleitet von Nicole Winkler, Geschäftsführerin, vom Ortsparteipräsidenten, Dr. Klaus Zwyssig, und Géraldine Caravatti, Mitglied des Vorstandes. Zum Kaffee gesellen sich einige Bürger zu uns, die mich zu einer angeregten Diskussion herausfordern. Nebst den steigenden Gesundheitskosten und den vielen Fragen um die Therapien im letzten Lebensabschnitt geht es hier auch um die Planung und den Bau des Zentrums Riedbach und die Baufinanzierung.


Vor dem Rundgang gibt es noch eine Überraschung: Josef Furrer, der Bruder des FDP-Präsidenten von Geuensee, Paul Furrer, hat sich bereit erklärt, mit mir ein Ständli auf dem Alphorn zu spielen. Wir haben zwar noch nie miteinander gespielt, aber haben uns auf die F-Tonart geeinigt und finden so Harmonie. Nach dem Ständli ist es Zeit für ein Erinnerungsbild und dann geht's nach Udligenswil.


In Udligenswil habe ich einen Besuch der Pflegewohnungen Am Bächli geplant. Doch - wie schon oft auf meiner Luzern-Tour- springt meine Velokette heraus, eine dringende Reparatur lässt sich nicht hinausschieben - dies verursacht eine kleine Verspätung, doch meine Empfangsgruppe (u.a. Brigitte Bendiner (2. v. links) und Roswitha (neben mir), die Gattin unseres Nationalrates Peter Schilliger, wartet sehr geduldig und freundlich vor dem Haus.


Frau Barbara Baumeler führt mich durch das Haus; die Zimmer sind rund um die hellen Gemeinschaftsräume angeordnet; die Stimmung ist sehr angenehm, man fühlt sich ein bisschen wie in einer WG. Die organisatorischen und finanziellen Herausforderungen sind für das Heim mit seinen 16 Betten erwartungsgemäss recht anspruchsvoll, aber ich treffe ein hochmotiviertes Team, das sein Bestes gibt.



Am Abend fahre ich mit einer Schlaufe über Luzern nach Vitznau zurück - unterwegs fällt mir die blumige Landschaft zwischen Adlige und Äbike auf - wenn ich nicht mit dem Velo unterwegs wäre, würde ich bestimmt ein,zwei Stauden für unseren Balkon kaufen. Doch meine Velosäcke sind gefüllt mit Wahlfllyern, die ich verteile, und auch mit hübschen Geschenken, über die ich mich auf meiner langen Luzern-Tour immer wieder freuen darf.

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